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Misere für Webseiten – Klickraten sinken durch KI-Zusammenfassungen

Die Einführung von Googles KI-Zusammenfassungen („AI Overviews“) verändert das Internet dramatisch und stellt Website-Betreiber vor eine existenzielle Krise. Laut aktuellen Analysen von Sistrix und dem Deutschlandradio verlieren deutsche Webseiten monatlich rund 265 Millionen Klicks, weil Google Antworten direkt auf der Suchergebnisseite liefert [Quelle: deutschlandfunkkultur.de].

Teil 1 – Die Ist-Situation: Der Klick-Klau durch KI

Die Einführung von Googles KI-Zusammenfassungen („AI Overviews“) verändert das Internet dramatisch und stellt Website-Betreiber vor eine existenzielle Krise. Laut aktuellen Analysen von Sistrix und dem Deutschlandradio verlieren deutsche Webseiten monatlich rund 265 Millionen Klicks, weil Google Antworten direkt auf der Suchergebnisseite liefert [Quelle: deutschlandfunkkultur.de].

Zahlen, Daten, Fakten: Wer verliert am meisten?

Bei rund 20 % der untersuchten Suchbegriffe spielt Google die AI Overviews bereits aus. Die Klickrate (CTR) bricht in diesen Fällen von durchschnittlich 27 % auf magere 11 % ein [Quelle: deutschlandfunkkultur.de]. Das entspricht einem Verlust von 6,6 % des gesamten organischen Traffics [Quelle: deutschlandfunkkultur.de].

Wikipedia & Medien: Wikipedia ist mit einem Minus von 31,6 Millionen Klicks der größte absolute Verlierer [Quelle: meedia.de]. Nachrichten- und Medienseiten verzeichnen im Schnitt ein Minus von 7,4 % [Quelle: meedia.de].

Nischen & Service: Ratgeberseiten zu den Themen Gesundheit sowie Familie & Baby büßen bei einigen Anbietern (wie dem NDR) bis zu 30 % ihres Traffics ein [Quelle: meedia.de].

Die Ausnahme: Rezeptseiten verlieren kaum Traffic (~1 %), da Nutzer strukturierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen weiterhin auf der Originalseite nachkochen wollen [Quelle: meedia.de]. Auch der E-Commerce ist bisher weniger stark betroffen [Quelle: omr.com].

Der Hintergrund: Warum sinken die Klickraten?

Seit dem Start der KI-Übersichten in Deutschland enden bereits 59 % aller Google-Suchen ohne einen einzigen Klick auf eine externe Webseite (sogenannte Zero-Click-Searches). Medienverbände wie der BDZV und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisieren dieses Vorgehen scharf. Sie sehen in den AI Overviews einen Verstoß gegen den Digital Services Act (DSA), da Google hier ein direktes Konkurrenzprodukt zu journalistischen Inhalten schafft. Manchen Bots gelingt es gar, Inhalte hinter einer Paywall hervorzuziehen, was natürlich nicht erlaubt ist.

Meinung: Warum KI-Antworten mit Vorsicht zu genießen sind

Webseitenbesucher haben immer weniger Zeit und Lust zu recherchieren. Viele geben sich mit den schnellen KI-Häppchen zufrieden. Doch Vorsicht: Da Google hier lediglich schneller sucht, als es ein Mensch kann, können die Antworten auch totaler Mumpitz sein. Google betont zwar, nur vertrauenswürdige Quellen zu nutzen, aber keine KI gibt gerne zu, wenn sie etwas nicht weiß (Halluzination).

Zudem entscheidet Google allein, welche Seiten überhaupt indexiert und für die KI-Antwort herangezogen werden. Da im Netz jeder schreiben darf, was er will, sind auch Bots nicht frei von Fake News. Kurz gesagt: Was Oma früher sagte, war noch lange nicht richtig – und was die KI ausspuckt, ist es erst recht nicht.


Was Website-Betreiber dagegen oder damit unternehmen können, soll Teil 2 dieser „Miniserie“ beschreiben. Den Link finden Sie unten.

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